Maga. Beate Handler    Psychotherapie   |   Die Autorin

Frohsinn

Der Humorfoscher Raymond A. Mody befindet Humor dann als gesundheitsfördernd, wenn man über sich selbst, über Dinge des Lebens, und mit anderen lachen kann, ohne dabei jemanden auszulachen.

Oder anders ausgedrückt:
„Ich sitze im Zuschauerraum vor der Bühne des Lebens und lache über das Stück, welches das Leben eben schrieb.
Oh, jetzt habe ich mich selbst auch auf der Bühne entdeckt und lache weiter aus vollem Hals - über mich, mit den anderen, über die Situation, die Aktion und alles Heitere auf der Bühne des Lebens.“

Ich versuche in meiner Arbeit dem Frohsinn immer ausreichend Platz zu geben und die leicht modifizierte und ergänzte Form des „Acht-Schritte Programms zum Lachen von Humorforscher Paul McGhee“ auch in meinem Leben umzusetzen:

  1. Umgeben Sie sich mit Humor, den Sie lieben. Haben Sie Augen für Heiteres im Alltag. Erkunden und definieren Sie Ihren Sinn für Humor.
  2. Werden Sie verspielter. Überwinden Sie Ernsthaftigkeit. Geben Sie der Erheiterung eine Chance.
  3. Lachen Sie öfters und lachen Sie gründlich. Fassen Sie das, was Sie erheitert in Worte und teilen es anderen mit. Gemeinsam lacht es sich besser!
  4. Spielen Sie mit der Sprache. Kreieren Sie Ihren persönlichen Wortwitz. Erfinden Sie Fantasieworte für trostlose Dinge des Alltags.
  5. Entdecken Sie, dass Heiteres und Humor im Alltag hinter jeder Ecke lauert. Lassen Sie sich anspringen!
  6. Nehmen Sie sich selbst nicht zu ernst. Lachen Sie über sich selbst und über eigene Missgeschicke oder Fehler.
  7. Halten Sie an Ihrem Humor auch in Stresssituationen fest. Joachim Ringelnatz soll gesagt haben: „Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“
  8. Fassen Sie die Punkte 1. bis 7. zusammen und setzen Sie so Humor als Bewältigungsstrategie für eine Vielzahl von Problemen ein.
  9. Zusatzpunkt: Höchste Infektionsgefahr! Lachen ist ansteckend! Einfach ausgiebig auskurieren. Häufige Infektionen erhöhen die Widerstandfähigkeit gegen Ärger!

Quelle: Handler, B. (2010). Wie der Mensch denkt. Die Milliarden im Kopf.
           Wien: Goldegg Verlag.